Der Offline-Journalist

erstellt am: 04.09.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, Deutsch

Ich weiß, ich hatte versprochen, jeden Tag aus Gisborne zu bloggen – über unsere Artikel, die Stadt, das Wetter. Aber es war gar nicht so einfach ins Internet zu kommen.

Soviel vorweg – Gisborne hat natürlich Internet. Es mag am Ende der Welt sein (es rühmt sich ja damit jeden Tag die erste Stadt der Welt zu sein, die die Sonne begrüßt), aber es liegt nicht hinterm Mond. Allerdings reicht die Netzabdeckung meines Handy-Anbieters nur bis knapp hinter Aucklands Vorort Bombay, und die Gisborne Herald-Redaktion konnte uns nur einen alten, langsamen Computer mit 3G-Internet-Stick zur Verfügung stellen. Und den Computer mussten wir nunmal zu sechst teilen.

Zwar hatte unser Motel W-Lan, aber das Signal hat leider nicht bis zu unserem Apartment gereicht. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich morgens immer meine eMails mit dem Telefon abgerufen, aber mit dem Computer wollte ich mich dann doch nicht mitten in die Einfahrt setzen.

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich die Zeit ohne Internet fast genießen konnte. Schließlich nehme ich mir ja regelmäßig die Freiheit für die Zeit in der ich Uni-Aufsätze schreibe, einfach nicht online zu sein. Und jetzt als Journalist ohne Internet zu sein – ohne eMails, Suchmaschinen oder online Stadtrats-Protokolle – hatte einen gewissen Charme.

Die meiste Zeit klappte das auch ganz gut: Echte Landkarten, Telefonbücher und Laufarbeit. Und für mich auch kein online Wörterbuch. Es macht Spaß, Internetgewohnheiten zu überwinden. Aber nur wenn alle mitmachen. Aber das war nicht der Fall.

Die Stadtverwaltung von Gisborne, zum Beispiel, wollte nur per Mail auf Fragen antworten. Interviewpartner von Firmen und Organisationen mussten Fragen erst von Vorgesetzten genehmigen lassen. Und viele wollten einfach zusätzliche Informationen per eMail schicken. Ich hatte gar keine Chance offline zu bleiben.

Ich sehe mich selbst gerne als Online-Journalist. Aber an dieser Teamübung habe ich festgestellt, dass man sich gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen muss, um an einer Offline-Redaktion zu scheitern.

Ach ja, die Exkursion selbst! Genial. Gisborne ist in etwa so groß wie meine Heimatstadt Viernheim, aber keineswegs vergleichbar. Land-, Forst- und Hafenwirtschaft brachten mir Artikel über Hunde mit Parvovirus, eine Bildergeschichte über ein neues Frachtschiff und Datenschutzfragen bei der Bekämpfung von Alkohol- und Drogenproblemen von Waldarbeitern. Wir hatten 4 Artikel auf der Titelseite, zwei Feuilletons, ein Rezept und haufenweise kleinere Artikel.

Zusammengefasst: eine großartige Erfahrung!

Ich habe Gerüchte gehört, der Gisborne Herald sucht demnächst seinen ersten Online-Redakteur. Ob der Job wohl was für mich wäre? Ich glaube nicht, dass ich für die Stadt am Ende der Welt mein Studium abbrechen würde. Aber ich würde es nicht generell ablehnen, ein wenig mehr Zeit in Gisborne zu verbringen.

The offline journalist

erstellt am: 07.08.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, English

I’m sorry for breaking my promise. I really planned to give daily updates from Gisborne – on our stories, the city, maybe even the weather. But I simply couldn’t go online as easily as I had hoped.

Don’t get me wrong – Gisborne has internet. It might be a the city at the end of the world (they are proud of being the city to greet the sun first every day), but that doesn’t make it any less modern. Nonetheless, my provider’s cell phone coverage ended just past Auckland’s suburb of Bombay, and the Gisborne Herald only provided us with one old laptop with a really slow 3G internet stick that we had to share.

However, our motel did have broadband wifi. But the signal wasn’t strong enough to supply our apartment. And even though I did go outside every morning to check emails with my phone, I couldn’t be bothered to blog from the middle of the driveway.

But I have to admit that most of the times, I quite enjoyed not having internet. I mean for every bigger essay that I had to write for uni, I usually went offline for one or two weeks to simply focus on the work. And working offline as a journalist – without email, search engines, online council minutes – had a certain appeal.

And a lot of the times, the work went quite well. Using a real map, looking up people and organisations in the phone book and using the phone rather than email. And obviously for me, no online dictionary. It’s fun to overcome internet habits every once in a while. At least to the point where sources dictate you the use of the internet.

For example, one spokesperson for the Gisborne Council would only answer questions by email. Other organisation representatives needed questions emailed to have them approved by superiors, before being interviewed. And then there is all the information that people offer to send by email. So even though I wanted to stay offline, there was simply no way.

However, I call myself an online journalist. But by watching the whole team I realised you don’t have to be an online journalist, to be put off by an offline newsroom.

So what about my field trip experience? It was awesome. Being in a city so similar in size to my hometown in Germany, yet so different. I learned about puppies’ being vaccinated against parvovirus, the most important facts of a logging ship, privacy issues in forestry alcohol and drug abuse and catholic schools in New Zealand. We got three front page stories, two features, one recipe and lots of smaller stories printed.

We definitely had a pretty good time!

I heard rumors the Gisborne Herald might be hiring an online editor. I don’t think the job would be interesting enough to abort my Master’s studies. But spending some more time in Gisborne doesn’t sound too bad an idea after all.

Gisborne Day 1

erstellt am: 01.08.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, English

It is my third time out of Auckland – before, I had only been to the Bay of Islands and Wellington. I took the plane to the latter but this time we are taking on a road trip to Gisborne where I and five other students are working for the Gisborne Herald.

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Mehr Abenteuer, mehr Arbeit im neuen Semester

erstellt am: 30.07.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, Deutsch

Nach dem Praktikum bin ich seit zwei Wochen wieder zurück in der Uni. Und morgen geht es direkt auf eine Exkursion nach Gisborne, wo ich mit 5 Kommilitonen für die Lokalzeitung, den Gisborne Herald, schreibe.

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Another adventurous semester has begun

erstellt am: | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, English

Back from the internship, uni already grabs most of my attention. The first two weeks have been mostly about producing story ideas and shorthand. Tomorrow I will leave for a field trip to Gisborne, where I will work for the local newspaper, the Gisborne Herald, together with 5 other students from our journalism course.

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Zwei Praktika im Vergleich

erstellt am: 19.07.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, Deutsch

Zwei Länder, zwei Sendeanstalten, zwei Praktika – ein Praktikant: ich. Zwei Erfahrungen aus der Arbeitswelt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem lässt der Vergleich Rückschlüsse zu. Beide Praktika waren Pflichtprogramm zum jeweiligen Studium. SWR3.online vs Radio New Zealand News.

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Two internships to compare

erstellt am: | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, English

Two countries, two broadcasters, two internships – one intern: me. Two work experiences that could probably not be more different. Nonetheless, the comparison of the two opens room for conclusion. Both internships were mandatory for my studies. SWR3.online vs Radio New Zealand News. (more…)

Zwei Wochen in ‘Windy Wellington’

erstellt am: 16.07.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, Deutsch

Mein erster großer Trip aus Auckland raus, und so nah zur Südinsel vermutlich bis November nicht mehr schaffen werde: Wellington. Obwohl mein Praktikum bei Radio Neuseeland die meiste Zeit beansprucht, habe ich natürlich den Rest der Zeit damit verbracht, Wellington kennen zu lernen.

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Windy as Wellington

erstellt am: | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, English

It’s the furthest I got out of Auckland so far and the closest to the South Island since I’ve come to New Zealand: Wellington. Even though I am spending my time mostly interning at Radio New Zealand, I’m fitting in as much sightseeing as possible.

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Endlich mal wieder was neues.

erstellt am: 14.07.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, Deutsch

Ich weiß, es ist schon viel zu lange her, dass ich gebloggt habe, und viel zu viel ist passiert seither. Zu viel jedenfalls für ein Intro um dann mit dem Neuesten weiter zu machen. Deswegen in diesem Blog die wichtigsten Dinge der letzten Wochen im Überblick: (more…)