Von Hühnern, Jobs und Vox Pops

erstellt am: 03.04.2011 | von: Alexander Winkler | Kategorie(n): Blog, Deutsch, Slideshow

Es ist schon ein Teufelskreis: Einerseits keine Zeit zum Bloggen, andererseits dauert es immer länger zu bloggen, wenn ich nicht regelmäßig schreibe.

Deswegen versuche ich mich deswegen kurz zu fassen und mich nicht zu wiederholen. Keine ausschweifenden Erzählungen vom Surfen (jep, ich war mal wieder), dass ich mehr von Auckland gesehen habe (been there, done that), wie viel ich für die Uni getan habe (einiges) oder welche faszinierenden Strände und Buchten ich besucht habe (aber allesamt wunderschön).

Vox Pop
Vox populi bezeichnet Passantenbefragungen, wie man sie häufig in Magazinbeiträgen sieht oder im Radio hört.

Aber ich habe schonmal erwähnt, dass wir jede Woche mindestens einen Beitrag für Te Waha Nui liefern müssen. Letzte Woche sollte das ein Artikel über eine Test-Pressekonferenz bei uns am Fachbereich sein. Leider hat uns die Stadtverwaltung hängen lassen. Stattdessen haben unsere Professoren uns auf die Straße geschickt ein paar Vox Pops zu sammeln. Wir hatten das Thema Umweltschutz.

Neben unserem Artikel habe ich diese Aufgabe aber auch als Chance genutzt um endlich mal die Filmfunktion meiner Kamera auszuprobieren. Und ich muss sagen, mit dem Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden:

Jobs & Stories

Seit der Unterricht hier losging habe ich versucht Zeit für einen kleinen Nebenverdienst zu finden. Aber die Uni fordert schon einiges. Diese Woche hat es sich dann endlih ergeben, dass ich ab morgen jeden Montag Abend Tutor in unseren Computer-Labs und Studios bin und ein wenig aufpasse. Und Aufsicht heißt, ich kann einfach dasitzen und lernen, und mich dafür auch noch bezahlen lassen.

Außerdem habe ich anscheinend unsere Studiengangsleitung von meinen WordPress-Kenntnissen überzeugen können, so dass ich demnächst an der Umstrukturierung und Überarbeitung von www.tewahanui.info mitarbeiten darf. Ich finde die Seite hat das auch dringend nötig und so viel mehr Potential!

Aber es kostet mich noch immer einiges an Mühe, Nachrichten und Geschichten zu finden. Mir fehlen dafür vor allem die Kontakt zu den Stadtmenschen, den Kiwis, den Vororten, so dass ich auch mal Gerüchte mit bekommen. Stattdessen verfolge ich u.a. die Termine und Ankündigungen der Parteien. So war ich dann auch letzte Woche auf einer Podiumsdiskussion mit der grünen Abgeordneten Sue Kedgley über den Entwurf einer neuen Verordnung für Hennen in Legebatterien.

Den Artikel hat letztlich mein Kommilitone Chris Chang geschrieben, ich habe mich mehr mit der Recherche über die aktuelle Situation in Europa befasst und daraus meine Meinung in einem Kommentar zusammengefasst. Außerdem konnte ich so noch ein paar ungenutzte Fotos vom letztjährigenHoffest auf dem Langklingerhof verwerten.

Ausblick – wie geht’s weiter?

Die meisten internationalen Studenten verfallen so langsam in eine Panik, was sie noch alles erleben wollen, denn das halbe Semester ist schon fast rum und die Heimreise im Juni oder Juli rückt immer näher. Da kann ich schon etwas entspannter bleiben.

Da es hier schon herbstlich wird – aber keine Angst, bei Temperaturen um die 25° heute fängt man noch nicht an zu frieren – plane ich derzeit nicht auf die Südinsel zu fahren. Das hebe ich mir lieber für November oder Dezember auf, wenn es wieder Sommer wird. Oder aber im Juni oder Juli, dann aber zum Ski fahren.

Stattdessen fliege ich in den Osterferien vielleicht lieber auf die Cook-Inseln, aber das ist bislang nur eine Idee.

An den nächsten Wochenenden werde ich deswegen eher hier rund um Auckland bleiben, Museen besuchen, weitere Vororte erkunden, tauchen, segeln, den Wanderweg von der Pazifikküste zum Tasmanischen Meer oder doch mal wieder surfen. Kein Grund Langeweile aufkommen zu lassen.


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